luca und Chekin starten beide beim digitalen Check-in, entwickeln sich von dort aber in verschiedene Richtungen. luca ist eine Guest Experience Platform aus Deutschland für Hotels, Restaurants und Events, bei der der Check-in der Anfang ist und danach digitale Gästemappe, Upselling, Zahlungen und Restaurant-POS folgen. Chekin ist ein compliance-first Anbieter aus Sevilla mit Schwerpunkt auf automatischer Behördenmeldung, Tourismussteuer und biometrischer Identitätsprüfung, mit einer starken Orientierung an der Kurzzeitvermietung.
Diese Seite vergleicht beide Systeme fair und faktisch. Ein wichtiger Punkt vorweg: Beide bilden die deutsche Meldescheinpflicht ab. Alle Angaben zu Chekin beziehen sich auf öffentlich verfügbare Informationen mit Stand: Juli 2026.
Check-in ist der Start, nicht das Ziel
Bei luca ist der digitale Check-in der Einstieg in die gesamte Gästereise. Danach folgt die digitale Gästemappe, über die Gäste WLAN, Frühstückszeiten, Spa-Buchungen und lokale Tipps abrufen. luca Chat beantwortet wiederkehrende Fragen per KI, luca Inbox bündelt jede Nachricht pro Gast in einem Thread. Upselling läuft automatisch über die Journey, mit bis zu 64 % Conversion als eigenem Bestwert.
Chekin konzentriert sich auf Check-in und Compliance. Eine digitale Gästemappe oder ein Chat- und KI-Hub gehören nach öffentlichen Angaben nicht zum Kernprodukt. Für Betriebe, die nach dem Check-in weiterkommunizieren und den Aufenthalt digital begleiten wollen, ist das ein Unterschied.
Meldeschein: ein fairer Überlapp
Ein Punkt gehört klar benannt: Beide Systeme bilden die deutsche Meldescheinpflicht ab. Chekin generiert und übermittelt gesetzlich vorgeschriebene Gästemeldungen automatisch, in Deutschland und in vielen weiteren Ländern. luca übernimmt die digitale Meldung im Check-in-Flow für Deutschland.
Chekins Stärke liegt in der Breite: automatische Behördenmeldung über viele Jurisdiktionen hinweg, dazu Tourismussteuer und biometrische ID-Prüfung. Für Betreiber mit Objekten in mehreren Ländern ist das ein echter, schwer zu ersetzender Vorteil.
Integrierte Zahlungen, POS und F&B
luca bringt luca Pay mit, powered by Adyen, mit weniger als 1% auf allen Karten und ohne Abo. Dazu kommt ein Restaurant-POS: Gäste bestellen und bezahlen per QR-Code am Tisch, am Pool oder auf dem Zimmer. Im Isla Brown Corinthia Resort & Spa (Curio Collection by Hilton, 165 Zimmer) entstanden so 180 zusätzliche Bestellpunkte und 12.500 € zusätzlicher F&B-Umsatz in einem Monat.
Chekins Zahlungen sind auf Reservierung, Upsell und Tourismussteuer im Check-in bezogen. Ein Restaurant-POS oder F&B-Modul gehört nicht zum Angebot. Für Hotels mit eigener Gastronomie ist dieser Unterschied wesentlich.
Hotel-first gegen STR-first
luca ist für Hotels und Restaurants gebaut. Das Vienna House by Wyndham Andel's Berlin mit 550+ Zimmern nutzt den vollen Stack: Check-in in Sekunden, integrierte Zahlungen, digitaler Concierge und 24/7-Self-Service-Shop. Als deutsches Unternehmen bietet luca deutschsprachigen Support und eine DACH-native Plattform.
Chekin unterstützt Hotels, doch die DNA liegt in Apartments, Villen und Kurzzeitvermietungen. Referenzen wie Interhome oder SmartRental zeigen den Fokus auf Multi-Property-Betreiber, die über Grenzen hinweg skalieren.
Wann Chekin die bessere Wahl ist
Es gibt klare Fälle, in denen Chekin besser passt:
- Multi-Country-Kurzzeitvermietung: Wer Objekte in mehreren Ländern verwaltet und Behördenmeldungen über verschiedene Jurisdiktionen hinweg braucht (Spanien, Italien, Portugal und weitere), findet in Chekin eine reife Compliance-Automatisierung.
- Tourismussteuer und ID-Prüfung: Betriebe, die Tourismussteuer automatisch berechnen und einziehen sowie biometrische ID-Prüfung im Check-in nutzen wollen, sind bei Chekin gut aufgehoben.
- Compliance-first: Wenn die gesetzliche Gästemeldung im Mittelpunkt steht und der Aufenthalt danach klassisch verläuft, deckt Chekin diesen Kern ab.
