
Wie Trinkgeld am Terminal und per QR-Code bei deinem Team ankommt
Digitales Trinkgeld ist Trinkgeld, das deine Gäste beim Bezahlen mit Karte oder QR-Code hinterlassen. Meist über einen Prozent-Vorschlag direkt am Terminal oder auf dem eigenen Handy. Es kommt bei deinem Team an wie Bargeld und bleibt unter denselben Bedingungen steuerfrei.
Der Bargeldanteil an Zahlungen in Deutschland ist laut Bundesbank von 58 Prozent (2021) auf 51 Prozent (2023) gefallen. Wer kein Bargeld dabei hat, gibt auch kein Trinkgeld in den Klingelbeutel. Dieser Artikel zeigt dir, wie digitales Trinkgeld am Terminal und per QR-Code funktioniert, was steuerlich gilt und was das für die Zufriedenheit deines Teams bedeutet.
Die Bundesbank misst das Zahlungsverhalten in Deutschland seit 2008. In der Studie für 2023 wurde nur noch die Hälfte aller Transaktionen mit Scheinen und Münzen bezahlt. Der Bargeldanteil fiel von 58 Prozent im Jahr 2021 auf 51 Prozent.
Die Debitkarte kam auf 27 Prozent aller Bezahlvorgänge. Mobiles Bezahlen per Handy oder Smartwatch hat sich seit 2021 auf 6 Prozent verdreifacht. Der Trend zeigt in eine Richtung.
Für dein Restaurant oder Hotel heißt das: Immer mehr Gäste stehen am Tisch oder an der Rezeption ohne Bargeld. Sie würden gern Trinkgeld geben, haben aber keine Scheine dabei. Wenn du das Bezahlen mit Karte schon eingeführt hast, fehlt oft noch der letzte Schritt für das Trinkgeld. Mehr zur Kartenzahlung findest du auf der luca Pay-Seite.
Ohne digitale Trinkgeld-Abfrage passiert meist eines von zwei Dingen. Der Gast zahlt den Rechnungsbetrag per Karte und lässt kein Trinkgeld da. Oder er kramt nach Kleingeld, das er nicht findet.
In beiden Fällen verliert dein Team Geld, das der Gast eigentlich geben wollte. Bei einem Service-Team, das über Trinkgeld einen relevanten Teil des Einkommens deckt, summiert sich das über einen Monat. Genau hier setzt digitales Trinkgeld an: Es bringt die Frage nach dem Trinkgeld in den Moment, in dem der Gast ohnehin zahlt.
Der Ablauf ist an beiden Bezahlwegen ähnlich. Der Gast sieht den Rechnungsbetrag und bekommt eine Trinkgeld-Abfrage. Er tippt auf einen Prozentsatz oder gibt einen eigenen Betrag ein und bestätigt. Der Gesamtbetrag wird abgebucht, das Trinkgeld ist erfasst.
Am Kartenterminal erscheint die Abfrage auf dem Display, sobald der Betrag steht. Du legst die Vorschläge selbst fest, zum Beispiel 5, 10 und 15 Prozent, plus eine Option zum freien Eingeben. Der Gast entscheidet mit einem Tipp, dann hält er Karte oder Handy an das Gerät. luca Terminals laufen über Adyen und starten bei 19 € im Monat.
Bei der QR-Code-Zahlung scannt der Gast einen Code am Tisch und öffnet seine Rechnung im Browser, ohne App-Download. Vor dem Bezahlen kommt derselbe Trinkgeld-Schritt mit Vorschlägen. Wer will, splittet die Rechnung und jeder gibt sein eigenes Trinkgeld. So funktioniert die QR-Code-Zahlung von luca.
Der Unterschied für dein Team: Der Gast entscheidet in Ruhe selbst, ohne dass jemand am Tisch danebensteht. Das nimmt die Hemmung, die viele beim direkten Nachfragen spüren.
Die drei gängigen Wege unterscheiden sich vor allem darin, ob Trinkgeld auch ohne Bargeld möglich ist und wie viel Arbeit für dein Team bleibt.
Trinkgeld vom Gast an deine Mitarbeiter:innen ist in Deutschland steuerfrei. Die Grundlage ist § 3 Nr. 51 EStG. Steuerfrei bleibt es, wenn es freiwillig gezahlt wird, vom Gast stammt, zusätzlich zur Rechnung kommt und kein Rechtsanspruch darauf besteht.
Ob der Gast bar oder per Karte gibt, ändert daran grundsätzlich nichts. Entscheidend ist, dass das Geld vom Gast kommt und beim Team ankommt. Der Bundesfinanzhof hat auch für gesammelte und später verteilte Trinkgelder bestätigt, dass sie steuerfrei bleiben können, solange sie ausschließlich den Mitarbeiter:innen zustehen.
Bei Kartentrinkgeld kommt der Betrag zuerst auf dem Geschäftskonto an und wird dann an das Team ausgezahlt. Wie du das sauber dokumentierst und auszahlst, klärst du am besten mit deiner Steuerberatung. Die Regeln zur Steuerfreiheit werden regelmäßig diskutiert, deshalb lohnt sich ein kurzer Check des aktuellen Stands.
Trinkgeld ist für viele im Service ein fester Teil des Einkommens. Fällt es weg, weil Gäste kein Bargeld dabei haben, trifft das direkt die Menschen am Tisch. Ein digitaler Trinkgeld-Schritt hält diese Einnahme stabil, auch wenn kaum noch jemand bar zahlt.
Das wirkt sich auf die Stimmung im Team aus. Wer sieht, dass gute Arbeit weiter honoriert wird, bleibt eher. In einer Branche mit knappem Personal ist das ein Argument in Bewerbungsgesprächen. Ein transparenter, fairer Umgang mit digitalem Trinkgeld gehört heute zu einem guten Arbeitsplatz im Gastgewerbe.
Auf der Umsatzseite zeigt sich der Effekt digitaler Bezahlwege auch an anderer Stelle. Isla Brown Corinthia, ein Resort der Curio Collection by Hilton mit 165 Zimmern, hat über QR-Bestellung an Pool, Strand und Rooftop 180 zusätzliche Bestellpunkte geschaffen und in einem Monat 12.500 € zusätzlichen F&B-Umsatz erzielt. Digitale Wege bringen Gäste zum Bestellen und Bezahlen dort, wo sie gerade sind.
Das Trinkgeld gehört deinem Team. Bei Kartenzahlung kommt der Betrag zuerst auf dem Geschäftskonto an und wird dann an die Mitarbeiter:innen ausgezahlt, einzeln oder über eine gemeinsame Kasse. Wichtig ist, dass das Geld ausschließlich beim Team landet, sonst entfällt die Steuerfreiheit.
Quellen: Deutsche Bundesbank, Zahlungsverhalten in Deutschland 2023 · § 3 Nr. 51 EStG
Trinkgeld vom Gast an deine Mitarbeiter:innen ist nach § 3 Nr. 51 EStG steuerfrei, egal ob bar oder per Karte. Voraussetzung ist, dass es freiwillig gezahlt wird, zusätzlich zur Rechnung kommt und beim Team ankommt. Für die korrekte Dokumentation und Auszahlung sprich mit deiner Steuerberatung.
Ohne Abfrage geben viele bargeldlose Gäste gar kein Trinkgeld, weil ihnen die Scheine fehlen. Mit voreingestellten Prozentsätzen im Bezahlmoment fällt die Entscheidung leicht. So bleibt Trinkgeld auch dann erhalten, wenn kaum noch jemand bar zahlt.
Die Trinkgeld-Abfrage ist Teil der Zahlung am Terminal oder per QR-Code. Du legst die vorgeschlagenen Prozentsätze einmal fest, danach läuft die Abfrage bei jeder Zahlung automatisch. luca Terminals starten bei 19 € im Monat, luca Pay kommt ohne Abo aus und rechnet mit unter 1 Prozent Kartengebühr ab.