
13 Anbieter, eine Übersichtstabelle und ein ehrliches Kurzprofil je Plattform. Stand: Juli 2026.
Eine Guest-Experience-Plattform bündelt die digitale Gästekommunikation und die Abläufe rund um den Aufenthalt in einem System: Check-in, digitale Gästemappe, Chat, Upselling, Zahlung und Check-out. Die passende findest du über sechs Kriterien: Journey-Abdeckung, Zahlung und POS, PMS-Integration, Sprache und Support, Hardware und Preismodell.
Dieser Vergleich stammt von luca. Die Tabelle und die Kurzprofile beruhen auf öffentlich verfügbaren Anbieterdaten mit Stand Juli 2026. Wo eine Angabe nicht belegt ist, steht „nicht öffentlich“.
Der Markt hat sich 2026 aufgefächert. Manche Anbieter decken die volle Journey ab, andere sind auf Chat, In-Room-Tablets oder Meldewesen spezialisiert. Dieser Artikel zeigt dir die Auswahlkriterien, eine Übersichtstabelle über 13 Plattformen und ein ehrliches Kurzprofil je Anbieter mit einer Fit-Empfehlung.
Bevor du Anbieter vergleichst, kläre deinen Bedarf entlang von sechs Kriterien. Diese Kriterien entscheiden, welche Plattform zu deinem Haus passt.
Wenn du beim Punkt Zahlung und Restaurant hängen bleibst, lohnt ein Blick auf luca Pay und die integrierte Kasse. Eine kurze Demo zeigt dir das an deinem eigenen Ablauf.
Die Tabelle vergleicht alle Anbieter über sieben Spalten. Alle Angaben stammen aus öffentlichen Anbieterprofilen mit Stand Juli 2026. „Nicht öffentlich“ heißt: keine belegte Angabe, keine Wertung.
Ein Muster fällt auf. Die volle Journey plus native Zahlung plus ein echter Restaurant-POS in einem System ist selten. Genau in dieser Kombination liegt der Unterschied zwischen den Anbietern.
luca ist eine deutsche Guest-Experience-Plattform für Hotels, Restaurants und Events. Sie deckt die Journey von der Voranreise und dem Check-in über den digitalen Concierge und Upselling bis zum Check-out ab, alles web-basiert per QR-Code ohne App-Download. Der Unterschied zu den meisten Anbietern liegt in der Kombination: native Zahlung (luca Pay, powered by Adyen, unter 1 % auf alle Karten, kein Abo) plus ein integrierter Restaurant-POS plus die volle Gäste-Journey, mit Team im deutschsprachigen Raum. Das Vienna House by Wyndham Andel's Berlin mit über 550 Zimmern fährt den kompletten Stack, das Isla Brown Corinthia Resort schuf mit luca 180 zusätzliche Bestellpunkte und 12.500 € Mehrumsatz in einem Monat. luca passt zu Hotels und Restaurants im DACH-Raum, die Zahlung, POS und Journey in einem System wollen.
Duve aus Tel Aviv ist eine breite Guest-Experience-Suite mit starkem Design und einem Unified Inbox über WhatsApp, SMS, E-Mail und OTA. Die KI (DuveAI) beantwortet Gästenachrichten automatisch, Upsells laufen datengetrieben. Zahlungen laufen über Integrationen wie Adyen und Stripe, einen nativen Restaurant-POS gibt es nicht. Duve passt zu internationalen Hotels und Ferienwohnungen, die eine designstarke Journey und Multichannel-Kommunikation suchen.
Mehr im Vergleich luca vs. Duve.
Straiv (früher CODE2ORDER) aus Stuttgart ist wie luca DACH-nativ und deckt die Journey von Check-in bis Check-out ab, inklusive digitalem Meldeschein nach deutschem Recht. Die Plattform ist modular, du startest mit einem Modul und erweiterst später. Einen nativen Restaurant-POS gibt es nicht, Zahlung läuft partnervermittelt. Straiv passt zu DACH-Hotels, die eine modulare Gäste-Journey mit Meldeschein wollen und keinen POS brauchen.
Details im Vergleich luca vs. Straiv.
Canary aus San Francisco deckt einen breiten Funktionsumfang ab: Check-in, Kiosk, Upselling, Departures, Sales & Catering und native Payments. Die KI-Funktionen werden aktiv vermarktet, mit AI Voice und Agent Studio, und Canary hat die HotelTechAwards 2026 in mehreren Kategorien gewonnen. Einen nativen Restaurant-POS gibt es nicht, der Fokus liegt auf großen, globalen Ketten. Canary passt zu großen Gruppen mit starkem KI- und Payments-Bedarf.
Mehr im Vergleich luca vs. Canary.
SuitePad aus Berlin folgt einem anderen Modell: ein festes Tablet in jedem Zimmer statt einer Journey auf dem Smartphone des Gastes. Die In-Stay-Nutzung ist hoch, das Preismodell ist leistungsbasiert ohne Hardware- oder Setup-Gebühr. Es gibt keinen Online-Check-in, keine mobilen Schlüssel und keinen Restaurant-POS, Bestellungen laufen aufs Folio. SuitePad passt zu Hotels, die auf ein festes In-Room-Tablet mit hoher In-Stay-Nutzung setzen.
Details im Vergleich luca vs. SuitePad.
Betterspace aus Kassel führt heute mit better.energy, der IoT-Heizungssteuerung für Energieeffizienz. better.guest, die digitale Gästemappe, ist ein zweites Produkt daneben. Es gibt keine Zahlung, keinen POS, keinen Check-in und keine nativen Schlüssel, Chat läuft nur über Integration. Betterspace passt zu Häusern, die primär Energieeffizienz und dazu eine digitale Gästemappe suchen.
Mehr im Vergleich luca vs. Betterspace.
Gastfreund aus Kempten betreibt nach eigener Angabe die meistgenutzte Gäste-App im deutschsprachigen Raum, mit über 7.000 Objekten und einem zweiten Markt in Klinik und Pflege. Die Plattform ist modular, mit gemeinsamem Datenpool und dem Hotelboard für Gäste- und Team-Kommunikation. Es gibt keine integrierte Zahlung, keinen POS und keinen Online-Check-in, Schlüssel laufen über Salto. Gastfreund passt zu DACH-Hotels und Kliniken, die eine Gäste-App plus Team-Kommunikation wollen.
Details im Vergleich luca vs. Gastfreund.
HiJiffy aus Lissabon ist ein Guest Communications Hub mit starker conversational KI über Web-Chat, WhatsApp und E-Mail. Die KI ist auf die Automatisierung von Standardfragen ausgelegt, der Check-in läuft formular- und PMS-basiert. Es gibt keinen POS, keinen integrierten PSP, keine In-Room-Gästemappe und keinen Kiosk. HiJiffy passt zu Hotels, die eine spezialisierte Chat- und WhatsApp-Automatisierung suchen.
Mehr im Vergleich luca vs. HiJiffy.
DialogShift aus Berlin positioniert sich als deutscher Marktführer für KI in der Gästekommunikation, mit Referenzen wie Motel One und Althoff. Der Kern ist ein Chat-KI-Layer auf einer zentralen Wissensdatenbank, weitere Module wie Phone AI und Journey Messaging sind teils als „coming soon“ markiert. Es gibt keine Zahlung, keinen POS, keinen Check-in und keine Gästemappe. DialogShift passt zu DACH-Hotels mit Fokus auf KI-Gästekommunikation.
Details im Vergleich luca vs. DialogShift.
Hotelbird aus München automatisiert seit über zehn Jahren den Hotelprozess: Online-Check-in, Wallet-Keys über Apple und Google Wallet, PSP-Anbindung und Upselling, mit Referenzen wie Motel One. Die PMS-Integration gilt als Stärke. Einen Restaurant-POS gibt es nicht, die digitale Gästemappe ist leichter als bei reinen Concierge-Anbietern. Hotelbird passt zu DACH-Ketten mit Fokus auf Check-in-Automatisierung und tiefe PMS-Integration.
Mehr im Vergleich luca vs. Hotelbird.
LIKE MAGIC aus Zürich verbindet Guest Journey und Hotel-Operations in einer modernen, offenen Plattform, gebaut aus dem Betrieb der Schweizer SV Group heraus. Check-in, digitale Schlüssel, Zahlung über Integrationen, Upselling und ein Messaging-Hub gehören dazu, plus eine Ops-Ebene fürs Team. Einen Restaurant-POS gibt es nicht, das Unternehmen ist Schweizer statt deutscher Herkunft. LIKE MAGIC passt zu DACH-Hotels, die Guest Journey und Operations aus einer Hand wollen.
Details im Vergleich luca vs. LIKE MAGIC.
Operto aus Vancouver stammt aus der Ferienvermietung und hat seinen Schwerpunkt in der Betriebs- und Housekeeping-Automatisierung (Operto Teams) sowie beim keyless Access mit Smart-Lock-Hardware. Für Gäste gibt es Guidebooks, Messaging, Upsells und Check-in ohne App. Es gibt keine native Zahlungsabwicklung und keinen Restaurant-POS, die Journey verteilt sich auf mehrere Produkt-SKUs. Operto passt zu Betreibern von Ferienunterkünften und Hotels mit Fokus auf Housekeeping und Access.
Mehr im Vergleich luca vs. Operto.
Chekin aus Sevilla ist auf Check-in und Meldewesen spezialisiert: automatische Gästeregistrierung an Behörden über viele Länder, biometrische ID-Prüfung und automatische Kurtaxe. Zahlungen decken Reservierung, Upsell und Steuer ab, es gibt keinen Restaurant-POS und keine digitale Gästemappe. Der Schwerpunkt liegt auf Kurzzeitvermietung, Hotels werden unterstützt. Chekin passt zu Kurzzeitvermietern und Multi-Country-Betreibern mit Fokus aufs Meldewesen.
Details im Vergleich luca vs. Chekin.
Ein guter Auswahlprozess besteht aus drei Schritten. So vermeidest du Fehlkäufe und Feature-Listen, die im Alltag nichts bringen.
1. Shortlist aus drei Anbietern. Filtere die Tabelle nach deinen zwei wichtigsten Kriterien, meist Journey-Abdeckung und Market Fit. Für ein DACH-Hotel mit Restaurant bleiben andere Namen übrig als für einen internationalen Ferienwohnungs-Betreiber. Drei Anbieter reichen für einen fairen Vergleich.
2. Demo mit Checkliste. Lass dir in der Demo deinen eigenen Ablauf zeigen. Frag konkret nach: Anbindung an dein PMS, Meldeschein nach deutschem Recht, Zahlung und POS im selben System, Sprache des Supports, Preismodell. Notiere jede Antwort, damit du die drei Anbieter danach vergleichen kannst.
3. Pilot in einem Bereich. Starte klein, etwa mit dem Check-in oder der digitalen Gästemappe in einem Haus oder auf einer Etage. Miss die Vorab-Nutzung, die Zeit an der Rezeption und den Upsell. Nach zwei bis vier Wochen weißt du, ob die Plattform im Alltag hält, was die Demo versprach.
Das hängt vom Umfang und von der Anbindung an dein PMS ab. Ein einzelnes Modul wie der Check-in oder die digitale Gästemappe läuft oft in unter einer Woche. Der volle Stack über mehrere Häuser braucht länger, deshalb lohnt der Start mit einem Pilot in einem Bereich. luca nennt für den Einstieg eine Richtgröße von unter einer Woche.
Für kleine Häuser zählt vor allem, dass die Plattform ohne festes Zimmer-Tablet und ohne große Hardware auskommt. Eine web-basierte Journey per QR-Code startet günstig und erreicht Gäste ohne Download. Achte auf Support in deiner Sprache und auf ein Preismodell, das mit deiner Zimmerzahl skaliert. luca lässt sich modular starten, oft in unter einer Woche.
Für die meisten Hotels erreicht eine web-basierte Journey ohne Download mehr Gäste, weil bei kurzen Aufenthalten kaum jemand eine App installiert. Eine native App lohnt sich vor allem für große Ketten mit hoher Wiederkehr und Loyalty-Programm. Die meisten Anbieter in diesem Vergleich setzen auf den Browser per QR-Code. Mehr dazu liest du im Ratgeber <a href="/blog/hotel-app-oder-web-loesung">Hotel-App oder web-basiert</a>.
Listenpreise sind bei fast allen Anbietern nicht öffentlich, der Preis hängt von Modulen, Zimmerzahl und Umsatz ab. Bei luca starten einzelne Produkte wie Kartenterminals ab 19 €/Monat, luca Pay läuft mit unter 1 % auf alle Karten und ohne Abo. Für den vollen Umfang gibt es ein Angebot nach einer kurzen Demo. Frag früh nach dem Preismodell, nicht nur nach dem Startpreis.